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Trainingsplanung - gewußt wie Einer sinnvollen Trainingsplanung und -gestaltung hegen einige allgemein gültige Trainingsprinzipien zugrunde, die überwiegend auf biologische Gesetzmäßigkeiten zurückzuführen sind.
Wirksamer Trainingsreiz Trainingsreize müssen eine bestimmte Reizschwelle überschreiten, um eine Anpassung hervorzurufen. Unterschwellige Reize bleiben wirkungslos, zu starke Reize zerstören Strukturen und Funktionen.
Progressive Belastungssteigerung Nach erfolgter Trainingsanpassung verschiebt sich auch die Reizschwelle. Die Belastung sollte allmählich gesteigert werden. Sinnvoll ist die Reihenfolge: • Erst Erhöhung der Häufigkeit des Trainings • Dann Verlängerung der Dauer der Einheiten • Zuletzt erst Steigerung des Tempos
Variation der Trainingsbelastung Bei ständig gleichartiger Belastung steigert sich die Leistung nicht. Das sympathische vegetative Nervensystem stumpft ab. Variable Trainingsreize sorgen für eine standig neue Stimulationslage und eine wirkungsvollere Überlagerung der Belastungs- und Regenerationsprozesse.
Wiederholung und Dauerhaftigkeit Trainingsreize müssen mehrfach über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, um eine stabile und optimale Anpassung zu erzielen. Während sich Stoffwechselparameter wie Enzyme schnell verbessern, brauchen morphologische Strukturen wie Kapillaren und Sehnen Monate bis Jahre.
Optimale Gestaltung von Belastung und Erholung Ohne Erholung ist Training nicht wirksam. Der nächste gleichartig gelagerte Reiz sollte erst nach einer verbesserten Wiederherstellung (Superkompensation) erfolgen. Erfolgt der Reiz zu früh, können eine Abnahme des Leistungsniveaus und Übertraining die Folgen sein. Verschiedene biologische Systeme regenerieren dabei unterschiedlich schnell. Der Durst ist in wenigen Stunden gestillt, zerstörte Zellmembranen sind aber erst nach fünf bis zehn Tagen wiederhergestellt.
Periodisierung und Zyklisierung Wettkampforientierte Läufer können nicht das ganze Jahr über Höchstleistungen erbringen. Auf eine Vorbereitungs- wird eine Wettkampf- und danach eine Übergangsperiode verminderten Trainings folgen, Jede dieser manchmal monatelangen Phasen wird wiederum in kürzere Abschnitte (Mikrozyklen) unterteilt.
Individualität und Altersgemäßheit Jeder Mensch ist körperlich und motorisch, aber auch im Temperament und Intellekt verschieden. Jedes Individuum reagiert anders auf Trainingsreize. In bestimmten Altersphasen ist man besonders lernfähig für bestimmte Eigenschaften, z.B. für Koordination und Schnelligkeit in der Jugend. Das erfordert eine Berücksichtigung bei der Trainingsplanung.
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