Es gibt 3 Arten von Kraft: Maximalkraft –
Kraftausdauer – Schnellkraft
1.Maximalkraft: Die Maximalkraft wird in statische
und dynamische Maximalkraft unterteilt. a) Statische Maximalkraft: Sie
ist die höchste Kraft, die das Nerv-Muskelsystem gegen einen unüberwindlichen
Widerstand auszuüben vermag.
b) Dynamische Maximalkraft: Sie ist die höchste Kraft, die das
Nerv-Muskelsystem innerhalb eines Bewegungsablaufs realisieren kann.
Die Maximalkraft hängt ab
von:
- Muskelquerschnitt
- Der intramuskulären
Koordination (Zusammenspiel der motorischen Einheiten innerhalb des
Muskels)
- Der intermuskulären
Koordination (Zusammenspiel mehrerer Muskeln)
Werden durch Training diese
Faktoren verbessert, dann kommt es zu einer Vergrößerung der
Maximalkraft.
2.Schnellkraft: Sie ist die Fähigkeit des
Nerv-Muskelsystems Widerstände mit höchstmöglicher
Kontraktionsgeschwindigkeit zu überwinden.
Besonderheiten:
-Schnellkraft ist nicht in allen
Muskelgruppen gleich gut ausgeprägt.
-Schnell-und Maximalkraft
hängen voneinander ab.
Schnellkraft hängt ab von:
- Muskelquerschnitt
- Der
Kontraktionsgeschwindigkeit der aktivierten Muskelfaser
- Der
Zahl der zu Beginn der Arbeit aktivierten motorischen Einheiten
(intramuskuläre Koordination)
3.Kraftausdauer: Sie ist die Fähigkeit der Muskulatur
der Ermüdung bei länger andauernden Kraftleistungen zu widerstehen (Ermüdungswiderstandsfähigkeit).
Sie hängt ab von der Intensität (Reizstärke) und der
Dauer (Reizumfang) der Belastung.
Man muß unterscheiden
zwischen:
- Allgemeiner
(Einsatz von mehr als 1/6 der Skelettmuskulatur)
- Lokaler
(Einsatz von weniger als 1/6 der Skelettmuskulatur)
- Dynamischer
und
- Statischer
Kraftausdauer.
Sportliche Bewegungen sind auch
hinsichtlich der Art der Muskelarbeit und der Art der Muskelspannung unterscheidbar.
Formen der Muskelarbeit sind:
- Überwindende
(durch Muskelverkürzung Körper in Bewegung versetzen)
- Nachgebende
( Längenzunahme der Muskulatur z.B. beim Abfangen von Sprüngen)
- Verharrende
(Kontraktion der Muskulatur ohne Verkürzung bei Fixierung bestimmter
Körperteile)
- Kombinierte
(überwindend,nachgebend,verharrend)
- Formen
der Muskelspannung sind:
- Isotonische
(Verkürzung der kontraktilen Elemente des Muskels ohne
Veränderung der mechenischen Spannung)
- Isometrische
(Länge des Muskels bleibt konstant, die mechanische Spannung steigt
an)
- Auxotonische
(Kombination von isotonischer und isometrischer Beanspruchung. Abnahme der
Muskellänge
– Zunahme der Spannung)
Die Kraft eines Sportlers ist ein
leistungsbestimmender Faktor , beeinflußt also die Leistungsfähigkeit.
Zwischen den konditionellen und den koordinativen Fähigkeiten bestehen
gewisse Wechselwirkungen wie oben bereits erwähnt:
- Kraft
ist entscheidender Faktor bei der Ausprägung der Schnelligkeit
- Langzeitausdauer
wird durch einen vergrößerten Muskelquerschnitt herabgesetzt.
- Die
Beweglichkeit kann durch übermäßigen Kraftzuwachs
eingeschränkt werden
- Bestimmte
koordinative Fähigkeiten, wie zum Bsp. die Reaktionsfähigkeit,
können durch einen Kraftzuwachs verbessert oder aber auch wie zum
Bsp. die Differenzierungsfähigkeit, verschlechtert werden.
Motivation, Geschlecht und Alter sind weitere Faktoren,
die Einfluß auf die Kraftentwicklung haben.
Motivation: Sie beeinflusst
die maximale statische Kraft und damit auch die dynamische Kraft. Die
Motivation und damit auch die Kraftentwicklung eines Sportlers kann , z.B. bei
Anwesenheit vieler
Zuschauer, vergrößert werden. Auch die Angst vor Mißerfolgen
oder der Konkurrenz könne die Kraftentfaltung mitbestimmen.